Stadtverband Hückelhoven
Besuchen Sie uns auf http://www.cdu-hueckelhoven.de

DRUCK STARTEN


Pressearchiv
10.11.2009, 14:18 Uhr | Heinsberger Zeitung
Demokratie vor Ort gestaltet
Hildegund Wilkop, Regina Latour und Dieter Geitner werden für 20 Jahre Zugehörigkeit zum Rat der Stadt Hückelhoven mit Ehrenring ausgezeichnet

„Ehrungen, das ist, wenn die Gerechtigkeit ihren liebenswürdigen Tag hat“, so zitierte Bürgermeister Bernd Jansen den alten Adenauer bei der Verleihung der Ehrenringe für mindestens 20-jährige Zugehörigkeit zum Rat der Stadt Hückelhoven im Foyer des Gymnasiums an Regine Latour, Hildegunde Wilkop und Dieter Geitner. Jansen verband die offizielle Ehrenringverleihung mit ganz persönlichen Worten an die drei Geehrten.

Die Feier wurde eröffnet mit einer Sonate von Johann Sebastian Bach und später weiter musikalisch begleitet mit zwei Sonaten seines Zeitgenossen Johann Joachim Quantz durch das erstmals auftretende Trio der Kreismusikschule Kathrin Jendgens und Esther Becker (Flöte) sowie Annette Roberts (Klavier).

Jansen freute sich darüber, dass so viele seiner Einladung gefolgt waren und begrüßte besonders die Angehörigen der zu Ehrenden und viele Ehrenringträger der Stadt. Die nun im Mittelpunkt stehenden Kommunalpolitiker hätten sich in den vielen Jahren ihres aktiven Wirkens hohes Ansehen und uneingeschränkten Respekt erworben und sich durch ihren Einsatz für den kleinen Mann und die kleine Frau um die Stadt Hückelhoven verdient gemacht. In den 20 Jahren ihrer Tätigkeit im Rat, in Ausschüssen, Fraktionssitzungen und bei Repräsentationsaufgaben sei eine erstaunliche Anzahl von Stunden zusammengekommen. Die Frage nach dem Warum für ein solches kontinuierliches Engagement beantwortete Jansen mit dem Hinweis auf die Verbundenheit mit der Heimatstadt und die Verantwortung für die dort lebenden Menschen. Diese gelebte Demokratie habe sich nicht abgehoben in einem Regierungsviertel abgespielt.

Der Bürgermeister dankte besonders auch den Familien der drei neuen Ehrenringträger, ohne deren Mithilfe durch Einschränkungen im persönlichen Bereich, im täglichen Leben oder bei der Kindererziehung eine solch politische Leistung nicht hätte erbracht werden können. Er führte dann im Einzelnen auf, in welchen Ausschüssen die drei seit ihrer Ratsmitgliedschaft im Oktober 1989 tätig waren; Dieter Geitner und Regine Latour auch als Bürgermeister-Stellvertreter. Über diese vielfältigen Aktivitäten hinaus hätten sie ihm immer freundschaftlich zur Seite gestanden, vor allem als er als politisches Greenhorn von 27 Jahren seinerzeit viel habe lernen müssen.

Nach einer Beschreibung des aus 18-karätigem Gelbgold bestehenden Ehrenringes, in den jeweils die Anfangsbuchstaben des Vornamens und des Familiennamens eingraviert waren, überreichte der Bürgermeister zusammen mit einer Urkunde, einem Geschenk und Blumen unter dem Beifall der Anwesenden die Ehrenringe, an die sichtlich gerührten neuen Träger: „Die Stadt möchte Ihnen damit zeigen, dass Ihr Einsatz nicht unbemerkt geblieben ist und Ihnen für Ihr bürgerschaftliches Engagement danken.“

Im Namen der Mitgeehrten dankte Dieter Geitner in einer launigen Rede den Anwesenden für ihr Kommen und dem Bürgermeister für die Überreichung der Ehrengabe und seine Laudatio. „Die 20 Jahre sind wie im Flug vergangen und haben schon deshalb bei meinen Kolleginnen keine sichtbaren Spuren hinterlassen“, sagte er. Als sie vor 20 Jahren in verschiedenen Ausschüssen ihre Arbeit aufgenommen hätten, seien sie seitdem nie in denselben Ausschüssen tätig gewesen. Allerdings hätten die damals von den Kolleginnen besetzten Ausschüsse heute noch Bestand, während seine Ausschüsse, wie der E-Ausschuss, der sich mit der Straßenbeleuchtung und der damals öffentlichen Toilette befasste, aufgelöst worden seien.

Geitner erinnerte daran, dass der Beginn ihrer Ratsarbeit in 1989 durch die drohende Zechenschließung nicht sehr verheißungsvoll gewesen sei. Sie seien konfrontiert worden mit dem tausendfach zu hörenden Slogan: „Stirbt Sophia-Jacoba, stirbt die Region.“ Rat und Verwaltung seien sich damals einig gewesen, die Zukunft von Hückelhoven nicht durch Jammern und Wehklagen zu gestalten, sondern durch aktives Handeln – und die Chance zum Neuanfang sei genutzt und auch geschafft worden. Der stellvertretende Bürgermeister dankte zum Schluss seinen Ratskollegen für freundschaftlichen Umgang, der Verwaltung für stete Unterstützung und allen Anwesenden für die vergangenen 20 Jahre.

Ein Stehempfang beschloss die Feierstunde und gab Gelegenheit zum Austausch mancher Erinnerungen. (hl)

 

 

aktualisiert von Andreas Schmitt, 10.11.2009, 14:19 Uhr